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Erfolgsbeteiligung und Motivation
Variable Vergütungsmodelle bei Genossenschaften
Ob Mitarbeiter über Geld und geldwerte Vorteile motivierbar sind, ist eine Frage, an der sich die Geister (der Führungskräfte) seit Jahren scheiden. Da sind auf der einen Seite die Gegner erfolgsabhängiger Vergütung, die annehmen, der Mensch setze sich ausschließlich aufgrund seiner persönlichen Ideale, die er in seiner Arbeitsaufgabe wiederfindet, nach besten Kräften und bestem Gewissen ein. Und es gibt zahllose Mitarbeiter, die täglich diese Behauptung durch ihr Engagement beweisen. Wer gut und fair bezahlt wird, denkt über Geld nur dann noch nach, wenn es Rahmenbedingungen gibt, die unzufrieden machen. Auf der anderen Seite sind die Befürworter von Vergütungssystemen, die mit variablen Bestandteilen finanzielle Anreize so setzen, dass auch dort sehr erfolgreich Ergebnisse erzielt werden. Weder Gegner noch Befürworter fragen allerdings danach, wie stark ihr eigener Führungsstil, ihr Vertrauen schaffendes Wesen und ihre Überzeugungskraft am Erfolg mit beteiligt sind und vielleicht in beiden Fällen die von der Vergütung ausgehenden Impulse überlagern. Damit soll angemerkt sein, dass hinter jeder Vergütungsform auch ein eigenes Menschenbild der Mitarbeiterführung steckt, was der Autor bei mehreren Beratungen zu variablen Vergütungsmodellen bei Genossenschaften realisieren konnte.
Seiten 161 - 164
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZUbdigital.de/ZUB.04.2007.161
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