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Anwendungsmigration im Rahmen von Beratungsprojekten

Die Dynamik der Unternehmensprozesse aber auch die zwangsläufigen Veränderungen bei Fusionen und Unternehmensübernahmen führen dazu, dass bisherige Informatik-Anwendungen nicht mehr für die optimale Lösung der Geschäftsaufgaben ausreichen und deshalb ersetzt werden müssen. Es ist dann notwendig, alte Anwendungen in neue Systeme zu migrieren. Dabei muss sichergestellt werden, dass die neuen Systeme nach der Migration mindestens genauso gut funktionieren, wie es die alten getan haben. Dies konventionell zu erreichen ist meist recht komplex, zeitaufwendig und personalintensiv.

Unternehmensleitungen setzen Unternehmensberater ein, um bei der Lösung der zeitraubenden und intransparenten Migrationsaufgaben Unterstützung zu erhalten. Insbesondere gilt dies für die methodisch anspruchsvolle Arbeit an den Schnittstellen zwischen Fachbereichen und Programmierung. Oft sind die fachlichen Angaben unvollständig und die Zusammenhänge zwischen ALT und NEU nur schwer in für die Programmierung klare und eindeutige Vorgaben zu bringen. Der Grund ist, dass Fachbereiche nicht wissen wie die Informatik funktioniert und Informatikern die fachlichen Kenntnisse fehlen. Ein Problem des Beraters ist es dann, dass Projekte scheitern können, weil es nicht möglich ist, diese Kluft zu überwinden. Dieses Problem hat der Berater nicht zu vertreten, gleichwohl wird ihm aber oft das Scheitern des Projektes angelastet.

Seiten 268 - 272

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZUbdigital.de/ZUB.06.2008.268

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